Im Land der Elfen
Unser Weg Richtung Fjordland führte uns entlang der wunderschönen Seen der Südinsel und bot uns damit wunderbare Übernachtungsmöglichkeiten. Nach einer Nacht am Lake Wanaka und einem kurzen Stop in Wanaka zum Vorräte auffrischen blieben wir die darauffolgenede Nacht am Lake Wakatipu, welcher uns am Morgen mit einem fantastischen Sonnenaufgang den Weg Richtung Süden, und damit in den Herbst mit seinen kälter werdenden Nächten, und stürmischen Küsten wies.
Das Fjordland begrüßte uns gebührend mit viel Regen, Nebel und Wind. Der Wetterbericht, auf welchen man sich hier nicht immer wirklich verlassen kann, meldete für den darauffolgenden Tag noch mehr Regen, danach aber mit guten Aussichten für perfektes Wanderwetter mit viel Sonnenschein. So legten wir eine kurze Zwangspause ein und bereiteten uns in aller Ruhe auf unseren geplanten 4-Tages Marsch vor. Diesmal waren wir auch besser ausgerüstet, als bei unserer ersten längeren Expedition – leichteres Gepäck, nicht so viel unnötiges Zeug, warme Klamotten und vorgekochtes essen… mmmhhhhhhhh.
Wie geplant schien auch am nächsten Morgen die Sonne und der Himmel war azurblau. Da hieften wir unsere Rucksäcke auf die Rücken und starteten pünklich anderthalb Stunde zu spät auf den Caples-Track. Aufgrund der Wassermassen am Vortag erwiesen sich Franks Schuhe für besser geeignet als meine. Die erste Flussüberquerung klappte noch recht gut, da hab ich auch die Schuhe ausgezogen. Dann kam aber schon ein riesen Sumpfgebiet und ich rutschte von einem Baumstamm und hatte pitschnasse Schuhe, Socken und Füsse für den Rest des Tages… Dies erwies sich allerdings als Vorteil, denn ich musste mir nicht mehr so viele Gedanken machen um trockenen Fusses am anderen Ufer der nächsten Flüsse anzukommen.
Am Abend begrüßte uns in den Hütten immer schon ein wunderschönes Feuerchen, welches gleich zum aufwärmen, Teewasser kochen und Schuhe trocknen genutzt wurde. Der Caples-Track führte uns durch die nicht gerade abwechslungsreiche Waldlandschaft entlang des gleichnamigen Flusses. Er hatte aber auch seinen Reiz, denn jede Flussüberquerung war ein neues Abendteuer. Nach einem 8h-Tag folgte ein 9h-Tag, welcher uns ganz schön schlauchte. Denn am Ende des Caples zweigt der Greenstone-Track ab, welcher uns wieder zu unserem Startpunkt bringen sollte und die Verteilung der Hütten nicht gerade sehr vorteilhaft ist. Es lohnte sich aber, denn die Greenstone-Hütte ist wunderschön auf einem Hügel gelegen und bot einen umwerfenden Blick auf die umliegenden Berge. Auch der Weg selbst führte uns durch das wunderschöne Tal des Greenstone-Flusses mit vielen Ebenen und weniger Wald :).
Wiedereinmal fanden wir fantastische Wegbegleiter, Louise (Kanada) und Hanna (Deutschland) sowie eine lustige Altherrengruppe aus Neuseeland, von denen wir am Start- und Zielpunkt unserer Wanderung Abschied nahmen. Und im selben Augenblick wurden wir um einen “Lift” Richtung Milford Sound gebeten… also um eine Mitfahrgelegenheit… Ben und Sinja, zwei Europäer (GB und DK) in Christchurch gestrandet kamen ebenfalls von einer längeren Wanderung und hatten ihr Auto am anderen Ende geparkt, wollten aber nicht zurück laufen. So nahmen wir die Beiden mit unserem Deliboy Richtung Fjordland und wie es manchmal so kommt, verbrachten wir die kommenden Tage miteinander. Denn auch die beiden wollten den Sound mit einer Bootstour erkunden und da an diesem Tag kein Boot mehr den Hafen verlies, buchten wir gleich eine Tour am kommenden Vormittag und strandeten im selben Quartier.
Nach einem gemütlichen Frühstück machten wir uns auf Richtung Hafen und begannen, noch vor den großen Touristenströmen, unsere wunderbare Bootstour bei fantastischen Bedingungen. Die Fahrt entland des Fjords in einem kleinen Schiff mit einer überschaubaren Anzahl an Passagieren, freier Tee- und Kaffeeverpflegung, einem Guide und einem klasse Kapitän, der es uns ermöglichte, neben den Muscheln und Pflanzen an den Felsen, die Wasserfälle hautnah zu erleben und selbst Robben beim spielen im Wasser zuzuschauen.
Am gleichen Tag verliesen wir Milford Sound und machten uns mit Sinja und Ben auf Richtung Te Anau, der größten Stadt im Fjordland. Dort hieß es dann Abschied nehmen. Die beiden nahmen einen Bus Richtung Queenstown zu ihrem Auto und wir fuhren weiter Richtung Süden, nach Invercargill. Obwohl ich Frank geschworen hatte, mich die nächsten Tage zu schonen und keine Wanderung unternehmen wollte, konnte ich einer Höhlenerkundung nicht wiederstehen. Auf eigene Faust ist es möglich die Clifton-Caves mit Stirnlampen und entsprechender Kleidung zu erkunden. Auf unserer 2h Erkundungstour krochen, liefen und kletterten wir durch ein nicht zu langes Höhlensystem mit impossanten Tropfsteinformationen und sogar einem “swimmingpool” zum überqueren.
Nach so viel “Action” freuten wir uns auf einen gemütlichen Abend in Invercargill auf dem Campingplatz, welchen wir im Fernsehraum ausklingen liessen.







Hallo Ihr zwei, was ist eigentlich ein Bot? Robot? … ;-) Na es scheint mir so, als würde euch das gute alte Sächsisch bald wieder richtig gut tun.
Wieder einmal habt ihr es geschafft, mir mit euren Bilder und kurze Track-Berichten das Wanderherz bluten zu lassen.
Also bis bald Euer Micha mit Bea
Hallo Franzi und Frank in NZ,
Die Insel ist ja wirklich nicht soooo groß. Also
freuen wir uns, wenn Ihr wieder mal in Wanaka oder am Lake Wakatipu seid, denn das kommt uns doch schon bekannt vor. Aber dann ist eben Schluss!
Und wir bedauern es, dass unsere Urlaubszeit
nicht mehr hergegeben hat. Wir freuen uns aber mit Euch. Versucht noch so viel wie möglich zu erkunden und vergesst das Genießen nicht !!
Aber auch bei uns ist es z.Z. sehr schön.
Die Sonne lacht und die Natur erwacht langsam.
Das erste Grün ist da und ich habe im Garten die erste Gänseblümchen, Veilchen und Löwenzahn und vieles mehr entdeckt.
Es wird warm und wärmer. Freut Euch also auch auf zu Hause.
Bis bald und ganz liebe Grüße, Drücker usw. aus Miltitz von Vati und Mutti.
hallo ihr mäuse,es geht in die finallaufzeit des projektes neuseeland für ein jahr in und zurück:-D
time goes bey,so slowly;-) oder so…schönes aufwiedersehen sagen und guten flug!!!!schönen aufenthalt in england,ich drück euch,seit lieb gegrüßt von claudi&heiko bis in paar wochenS2
So jetzt habe ich mich nach langer Zeit doch genötigt gefühlt(fast)alle Berichte nachzulesen die ich verpasst habe, da ich feststellen mußte das eine direkte Heimreise aus Neuseeland Richtung Deutschland für euch nicht zur Debatte steht.
Na klar fliegt doch erstmal nach England und in Chile, Argentinien habt ihr doch auch nun neue Freunde. Danach dann nach Australien und einfach da noch ein Jahr dran hängen…..!?
Ihr spinnt wohl :-) ?
Trotzdem ganz liebe Grüße aus dem schönen Dresden und zum Glück gibt es ja die Nachtschichten auf Arbeit,da kann ich ja immer mal nachschauen wen ihr wo gerade von euren Neuseelandbekannschaften besucht …!
Euer Diego